WoW Forever wird technisch nicht auf der alten Classic-Add-on-API aufbauen. Blizzard übernimmt den modernen Ansatz von Midnight. Gleichzeitig sollen eingebaute Werkzeuge wie Schadensanzeige und Cooldown-Manager verhindern, dass Spieler ohne eine lange Add-on-Liste aus Gruppen ausgeschlossen werden.
Kurz zusammengefasst
- Forever verwendet die moderne Add-on-API und ihre Kampfbeschränkungen.
- Add-on-Entwickler sollen ihre Projekte leichter für mehrere WoW-Versionen pflegen können.
- Ein Schadensmesser und ein Cooldown-Manager sind als Spielsysteme vorgesehen.
- Ein eingebauter Swing-Timer wurde nur als mögliche spätere Ergänzung genannt.
- Blizzard will keine Begegnungen entwerfen, die ein bestimmtes Add-on voraussetzen.
Warum Forever nicht die Classic-API übernimmt
Die technische Grundlage folgt dem modernen World of Warcraft. Blizzard möchte vermeiden, dass Entwickler dieselbe Erweiterung für Forever, Classic und Retail über völlig unterschiedliche Schnittstellen pflegen müssen. Der modernere gemeinsame Unterbau soll Anpassungen vereinfachen.
Dazu gehören auch die stärkeren Einschränkungen für Kampfdaten aus Midnight. Add-ons dürfen damit nicht mehr jede Entscheidung automatisieren oder komplexe Begegnungen in Echtzeit vollständig auswerten. Weil Forever zunächst einfachere klassische Kämpfe bietet, erwartet Blizzard dadurch weniger Konflikte als im modernen Endgame.
Schadensmesser und Cooldowns direkt im Spiel
Zwei der meistgenutzten Add-on-Funktionen sollen bereits eingebaut sein: eine Schadensanzeige und ein Manager für Abklingzeiten. Das ist mehr als Komfort. Wenn grundlegende Informationen im Client vorhanden sind, sinkt die Gefahr, dass Gruppenleiter eine bestimmte Erweiterung als Eintrittskarte verlangen.
Ein Swing-Timer wurde im Q&A ebenfalls erwähnt, aber vorsichtiger formuliert. Er könnte folgen, ist damit noch kein fest bestätigtes Startsystem.
Add-ons bleiben erlaubt, sollen aber nicht den Takt vorgeben
Blizzard schafft Add-ons nicht ab. Benutzeroberflächen, Taschen, Karten und viele Komfortfunktionen bleiben ein wichtiger Teil des Spiels. Die Grenze liegt dort, wo eine Erweiterung den Kampf für den Spieler löst oder soziale Hürden aufbaut.
Der Anspruch lautet deshalb nicht „ohne Add-ons“, sondern „ohne Pflicht-Add-ons“. Ob das gelingt, hängt auch davon ab, wie vollständig die eingebauten Werkzeuge werden und welche Daten die API im laufenden Kampf tatsächlich freigibt.
Unsere Einordnung
Moderne Technik für ein klassisches Spiel: Die Entscheidung spart doppelte Entwicklung und begrenzt problematische Kampfautomation. Für die Community wird entscheidend sein, ob Blizzard die wichtigsten Informationen selbst gut genug darstellt, bevor externe Lösungen zur neuen Pflicht werden.
Was bleibt offen?
- Welche Midnight-Beschränkungen gelten in Forever exakt?
- Welche Daten zeigt der eingebaute Schadensmesser?
- Ist der Cooldown-Manager für Gruppen und Raids konfigurierbar?
- Kommt der Swing-Timer noch vor dem regulären Start?
Der größere Technikrahmen: In unserer WoW-Forever-Gesamtübersicht sammeln wir die bestätigten Systeme, Gebiete und Startinhalte.
Quellen
Geprüft am 17. September 2026. Die Aussagen wurden anhand des offiziellen Blizzard-Live-Q&A eingeordnet.