Der Geschmolzene Kern gehört zu WoW Forever, öffnet aber nicht zum Start. Blizzard will nach mehreren Classic-Neuauflagen zuerst neue Raids in den Mittelpunkt stellen. Eine langsamere Gegenstandsentwicklung und seltene Beute sollen zugleich verhindern, dass ältere Schlachtzüge schnell wertlos werden.
Kurz zusammengefasst
- Der Geschmolzene Kern kommt später und ist kein Start-Raid.
- Zum Auftakt stehen Tiefengrabhügel, Hyjalgipfel und Onyxias Hort im Mittelpunkt.
- Klassenset-Teile sollen über alle drei Start-Raids verteilt sein.
- Jeder Boss soll seltene, besonders starke Jagdbeute besitzen.
- Neue Gegenstände sollen langsamer stärker werden, damit frühere Raids relevant bleiben.
Blizzard verordnet dem Geschmolzenen Kern eine Pause
Principal Designer Kris Zierhut bestätigte im Interview mit The Sun, dass der Geschmolzene Kern eines Tages in WoW Forever öffnen soll. Zum Start ist der Raid jedoch bewusst nicht Teil der ersten Phase. Als Grund nannte er die vielen Neuauflagen in WoW Classic seit 2019, der Saison der Meisterschaft, der Saison der Entdeckungen und den Jubiläumsrealms.
Statt Spieler ein weiteres Mal direkt zu Ragnaros zu schicken, beginnt Forever mit neuen Schauplätzen. Der Tiefengrabhügel ist für zehn Spieler ausgelegt, der Hyjalgipfel für 20. Onyxias Hort bleibt eine bekannte 40-Spieler-Herausforderung. Alle drei Start-Raids sollen am 9. Dezember 2026 freigeschaltet werden.
Klassensets verteilen sich über drei Raidgrößen
Die unterschiedlichen Gruppengrößen sollen keine voneinander getrennten Endspiele bilden. Senior Encounter Designer Michael Nuthals erklärte, dass Spieler ihre Klassenset-Teile über alle drei Start-Raids erhalten können. Gilden und Freundesgruppen haben dadurch einen Grund, zwischen zehn, 20 und 40 Spielern zu wechseln.
Wie viele Set-Teile in welchem Raid liegen und ob bestimmte Boni an eine feste Kombination gebunden sind, ist noch nicht bekannt. Die Verteilung deutet aber an, dass kein einzelner Raid sämtliche relevante Beute liefern soll.
Seltene Jagdbeute auf jedem Boss
Zusätzlich plant Blizzard sogenannte Chase Drops. Jeder Boss soll mindestens einen Gegenstand mit geringerer Beutechance besitzen, der dafür außergewöhnlich stark oder begehrt ist. Zierhut verglich das Prinzip mit der Drachenwirbeltrophäe aus The Burning Crusade: Ein Gegenstand, wegen dem Gruppen lange nach Veröffentlichung eines Raids weiter zu einem älteren Boss zurückkehrten.
Solche Beutestücke allein lösen das Problem der Entwertung allerdings nicht. Deshalb will Blizzard auch den allgemeinen Machtzuwachs neuer Gegenstände verlangsamen. Wenn ein späterer Raid erscheint, soll seine Ausrüstung frühere Beute nicht sofort in allen Plätzen ersetzen.
Stufe 60 bleibt, die Welt entwickelt sich weiter
WoW Forever soll keine traditionelle Erweiterungsleiter erhalten. Statt einer neuen Maximalstufe will Blizzard die Welt über große Updates erweitern: mit Raids, Dungeons, Gebieten, Berufen, PvP und Inhalten für Spieler, die neue Charaktere leveln.
Der spätere Geschmolzene Kern passt in diese Struktur. Bekannte Inhalte können zurückkehren, wenn sie in die neue Reihenfolge passen. Sie müssen aber nicht den Start dominieren und sollen neben neuen Raids bestehen, statt ihnen automatisch vorauszugehen.
Unsere Einordnung
Bestätigt + Interview: Der Verzicht auf den Geschmolzenen Kern zum Start ist mehr als Abwechslung. Blizzard nutzt die neue Raidfolge, um Forever von bisherigen Classic-Zyklen zu lösen. Ob alte Raids wirklich dauerhaft relevant bleiben, hängt jedoch von den konkreten Werten ab. Eine langsamere Entwicklung ist bestätigt, eine vollständig horizontale Gegenstandsprogression nicht.
Was bleibt offen?
- Wann öffnet der Geschmolzene Kern?
- Wie verteilen sich die Klassenset-Teile auf die drei Start-Raids?
- Wie selten sind die besonderen Jagdbeute-Gegenstände?
- Wie groß bleibt der Machtunterschied zwischen frühen und späteren Raidstufen?
Termine und Inhalte: Unsere Roadmap zu Beta, Release und Raidstart sammelt alle bestätigten Daten. Den kompletten Überblick über die neuen Dungeons und Raids findet ihr in einem eigenen Beitrag.
Quellen
Geprüft am 14. September 2026.