WoW Forever erneuert Licht, Wasser, Nebel und weitere Teile der Darstellung. Dafür setzt Blizzard eine technische Untergrenze: Grafikchips müssen RGBA16F-UAVs in Compute-Shadern unterstützen. Einige ältere Modelle fallen damit unabhängig von ihrer früheren Leistung aus dem Raster.
Die technische Grenze
- AMD: mindestens GCN 1 aus dem Jahr 2012.
- Nvidia: mindestens Maxwell aus dem Jahr 2014.
- Intel: mindestens Skylake aus dem Jahr 2015.
- Wichtig: Technische Kompatibilität bedeutet noch nicht, dass eine Karte die offiziellen Mindestanforderungen für flüssiges Spielen erfüllt.
Welche älteren Karten sind betroffen?
Blizzard nennt konkrete Beispiele. Eine AMD Radeon HD 7850, Nvidia-Grafikkarten der GTX-900-Reihe sowie GTX 750 und GTX 750 Ti besitzen die benötigte Architektur grundsätzlich. Auch Intels HD Graphics 530 erfüllt die genannte Funktionsgrenze.
Nicht mehr unterstützt werden laut Blizzard unter anderem Radeon HD 6950, GeForce GTX 760, 770 und 780 sowie mobile GTX-800-Modelle. Bei Intel liegt etwa HD Graphics 6000 außerhalb der unterstützten Generation.
Kompatibel ist nicht automatisch schnell genug
Die Architekturliste beantwortet nur, ob die notwendige Grafikfunktion vorhanden ist. Für das eigentliche Spiel gelten zusätzlich die vollständigen Mindestanforderungen. Blizzard nennt unter Windows unter anderem ein 64-Bit-Windows 10, einen Vierkernprozessor mit 3,0 GHz, 8 GB Arbeitsspeicher, eine SSD mit 128 GB freiem Platz und eine DirectX-12-Grafikkarte mit 4 GB Speicher auf dem Niveau der GTX-10-Reihe, AMD RDNA 1 oder Intel Iris Xe2-LPG.
Wer nur knapp über der Architekturgrenze liegt, kann das Spiel also technisch starten und trotzdem unterhalb der empfohlenen Leistung landen. Vor einem Hardwarekauf sollte deshalb nicht nur der Modellname, sondern die vollständige Anforderungsliste geprüft werden.
Warum Blizzard die Grenze anhebt
Nach Blizzards Erklärung benötigt das neue visuelle Update die genannte Unterstützung in Compute-Shadern. Es geht damit nicht bloß um höhere Texturauflösung, sondern um technische Effekte, die auf älteren Architekturen nicht zuverlässig verfügbar sind.
Unsere Einordnung
Die gute Nachricht: Die reine Architekturgrenze reicht bis weit in das vergangene Jahrzehnt zurück. Die wichtigere Praxisfrage bleibt aber, ob die eigene Karte auch die echten Mindestanforderungen erreicht. Beides sollte nicht miteinander verwechselt werden.
Die Frage an die Community
Müsst ihr für WoW Forever aufrüsten oder läuft euer aktueller PC voraussichtlich weiter?