WoW Forever wird Dungeons und Raids nicht in Normal, Heroisch und weitere Varianten aufteilen. Blizzard bestätigte im offiziellen Live-Q&A eine feste Schwierigkeit pro Instanz. Wer einen Boss besiegt, erlebt damit dieselbe Begegnung und dieselbe Beuteversion wie jede andere Gruppe.
Kurz zusammengefasst
- Jeder Dungeon und jeder Raid besitzt genau einen Schwierigkeitsgrad.
- Heroic-Dungeons und Heroic-Raids sind nicht vorgesehen.
- Auch 10er- und 20er-Raids sind eigenständige Inhalte, keine Schwierigkeitsvarianten derselben Instanz.
- Mehrere Farben gezeigter Rüstungen stammen laut Blizzard von Ergänzungsteilen.
- Die Aussage beschreibt die aktuelle feste Entwicklungsrichtung.
Eine Instanz, eine Fassung
Blizzard formulierte die Entscheidung im Q&A als klare Grundhaltung: Über Dungeons und Raids hinweg besitzt eine Instanz eine einzige Schwierigkeit. Es gibt nicht dieselbe Höhle in einer normalen und einer heroischen Version und auch keinen zusätzlichen Raidmodus mit höheren Zahlen.
Damit bleibt ein besiegter Boss leichter ein gemeinsamer Bezugspunkt. Spieler müssen nicht erklären, welche von mehreren Fassungen sie gemeistert haben. Gleichzeitig kann Blizzard Mechaniken und Beute gezielt für genau eine erwartete Gruppenerfahrung gestalten.
10er und 20er sind keine zwei Modi desselben Raids
Forever verspricht in jeder Inhaltsstufe Angebote für zehn und 20 Spieler. Das bedeutet jedoch nicht, dass derselbe Raid lediglich hoch- oder herunterskaliert wird. Blizzard spricht von getrennten Ökosystemen und bestätigt nun zusätzlich, dass es von jedem 10er- beziehungsweise 20er-Raid nur eine feste Version gibt.
Das ergänzt unser bereits ausgewertetes Versprechen für 10er- und 20er-Gilden. Flex-Raids sind zum Start ebenfalls nicht vorgesehen. Gruppengröße und Schwierigkeitsstufe bleiben damit klar definierte Bestandteile einer Begegnung.
Was bedeuten die verschiedenen Rüstungsfarben?
In gezeigtem Bildmaterial waren mehrere Farbvarianten von Rüstungen zu sehen. Das führte zur Vermutung, sie könnten unterschiedliche Schwierigkeitsstufen markieren. Blizzard widersprach dieser Deutung: Die Varianten seien für Ergänzungsteile vorgesehen und kein Hinweis auf Normal- und Heroic-Sets.
Wie diese Ergänzungsteile verteilt werden und ob einzelne Farbvarianten an bestimmte Klassen, Bosse oder Nebenziele gebunden sind, blieb offen.
Mehr Bedeutung, aber weniger Ausweichmöglichkeiten
Ein einzelner Schwierigkeitsgrad stärkt die Identität einer Instanz. Er nimmt Blizzard aber auch die Möglichkeit, denselben Inhalt für sehr unterschiedliche Spielstärken mehrfach anzubieten. Die Balance muss deshalb einen Punkt treffen, der ambitionierte Gruppen fordert, ohne einen großen Teil der Zielgruppe dauerhaft auszuschließen.
Für Dungeons passt diese Linie zum Verzicht auf einen automatischen Dungeonfinder und Sofortteleport. Der Ort und seine feste Herausforderung sollen wichtiger bleiben als eine auswählbare Belohnungsstufe.
Unsere Einordnung
Eine klare Classic-Entscheidung: Blizzard verzichtet auf mehrfach verwertete Instanzen und konzentriert jede Begegnung auf eine Fassung. Ob dieses System langfristig trägt, hängt davon ab, wie gut die vielen eigenständigen 10er- und 20er-Angebote verschiedene Spielertypen abholen.
Was bleibt offen?
- Wie schwierig werden die ersten Dungeons und Raids tatsächlich?
- Gibt es optionale Hardmodes innerhalb einer festen Instanz?
- Wie unterscheiden sich Belohnungen aus 10er- und 20er-Inhalten?
- Woher stammen die unterschiedlichen Rüstungsfarben genau?
Quellen
Geprüft am 18. September 2026. Primärquelle ist das offizielle Blizzard-Live-Q&A.