WoW Forever soll Gilden nicht erneut zwischen wechselnden Gruppengrößen zerreißen. Blizzard verspricht für jede Raidstufe mindestens ein Angebot für 10 und eines für 20 Spieler. Große 40er-Raids bleiben möglich, ein flexibles Skalieren der Gruppengröße ist dagegen ausdrücklich nicht geplant.
Kurz zusammengefasst
- Jede Raidstufe soll mindestens ein 10er- und ein 20er-Angebot enthalten.
- Eine 10er-Gilde kann dauerhaft bei zehn Spielern bleiben und erhält weiterhin Herausforderung und Belohnungen.
- Einzelne Stufen können zusätzlich einen 40er-Raid besitzen.
- Flex-Raids, deren Größe automatisch skaliert, sind nicht vorgesehen.
- Blizzard hat noch nicht erklärt, wie Belohnungen und Schwierigkeit zwischen den Größen abgestimmt werden.
Ein festes Versprechen für jede Raidstufe
Lead Encounter Designer Mike Nuthals bestätigte gegenüber Kotaku, dass jede Raidstufe von WoW Forever mindestens eine Option für zehn und eine für 20 Spieler erhalten soll. Manchmal kann zusätzlich ein Raid für 40 Spieler hinzukommen.
Lead Classic Designer Tim Jones ergänzte, dass eine feste 10er-Gruppe nicht zum Wachstum gezwungen werden soll. Wer kein Interesse an 20er-Inhalten hat, könne bei zehn Spielern bleiben. Auch diese Inhalte sollen anspruchsvoll sein und angemessene Belohnungen bieten.
Warum diese Zusage für Gilden wichtig ist
Wechselnde Raidgrößen gehörten in früheren Classic-Versionen zu den größten organisatorischen Belastungen. Eine Gruppe, die mit zehn Spielern eingespielt ist, muss für einen Sprung auf 20 oder 25 nicht nur neue Mitglieder finden. Sie verändert ihre Kommunikation, Rollenverteilung und häufig ihre gesamte Identität.
Forever soll dieses Problem nicht durch eine frei skalierende Instanz lösen, sondern durch parallele Inhalte. Kleine und größere Gemeinschaften erhalten in jeder Stufe einen eigenen Grund weiterzuspielen. Das ist organisatorisch weniger flexibel als ein Flex-System, bewahrt dafür aber bewusst gestaltete Begegnungen für feste Gruppengrößen.
Kein Flex-Raid und nicht jede Gruppe sieht alles
Nuthals schließt Flex-Raids für die derzeitige Planung aus. Ein Boss wird also nicht einfach auf 13, 17 oder 23 Teilnehmer hoch- und heruntergerechnet. Das passt zur klassischen Philosophie, bedeutet aber auch: Wer ausschließlich in einer 10er-Gruppe spielt, wird den 20er- oder möglichen 40er-Raid nicht automatisch in derselben Form erleben.
Entscheidend wird deshalb die Verteilung der Belohnungen. Wenn ein 10er-Raid zwar existiert, die wichtigsten Gegenstände aber ausschließlich im 20er oder 40er liegen, bleibt der organisatorische Druck bestehen. Blizzard verspricht Herausforderung und Belohnungen, hat das Verhältnis zwischen den Größen jedoch noch nicht im Detail erklärt.
Die erste Stufe zeigt bereits das Muster
Die erste angekündigte Raidstufe bildet diese Struktur ab und wird am 9. Dezember freigeschaltet: Die Tiefengrabhügel sind für zehn Spieler vorgesehen, der Gipfel des Hyjal für 20 und Onyxias Hort für 40. Der Geschmolzene Kern folgt erst später.
Damit beginnt die erste Raidstufe nicht mit einem einzigen Endgame-Pfad. Unterschiedlich große Gilden erhalten beim Raidstart eigene Ziele. Ob Blizzard diese Vielfalt langfristig durchhält, ist nun Teil eines ungewöhnlich konkreten Entwickler-Versprechens.
40 Spieler bleiben ein besonderes Ereignis
Die Formulierung der Entwickler macht zugleich deutlich, dass nicht jede Raidstufe einen 40er enthalten muss. Diese Größe bleibt eine zusätzliche Möglichkeit. Das kann helfen, große Schlachten besonders wirken zu lassen, ohne jede Gilde dauerhaft an einen Kader von mehr als 40 aktiven Spielern zu binden.
Unsere Einordnung
Ein starkes Versprechen mit einer offenen Belohnungsfrage: Die feste 10er- und 20er-Struktur schützt bestehende Gilden besser als ein später Größenwechsel. Wirklich eingelöst ist sie aber erst, wenn beide Wege dauerhaft relevante Beute und eigenständige Begegnungen bieten.
Was bleibt offen?
- Handelt es sich immer um unterschiedliche Raids oder teilweise um Varianten desselben Ortes?
- Wie unterscheiden sich Beute und Schwierigkeitsgrad zwischen zehn und 20 Spielern?
- Wie häufig plant Blizzard zusätzliche 40er-Raids?
- Können kleine Gilden ohne 20er-Raids die vollständige Geschichte erleben?
Die Gruppenfindung bleibt klassisch: WoW Forever erhält zwar eine Gruppensuche, aber keinen automatischen Dungeonfinder und keinen Sofortteleport.
Aktueller Prüfstand: Das offizielle Live-Q&A lief am 17. September. Zum Redaktionsschluss lag noch kein offizielles schriftliches Transkript vor; unbestätigte Live-Zusammenfassungen übernehmen wir deshalb nicht als neuen Faktenstand.
Quellen
Geprüft am 17. September 2026.