Zum Inhalt springen
Classic+ Radar Unabhängig · Deutschsprachig · Klar eingeordnet
Dein Hub für WoW Forever News, Fakten und Gerüchte. Klar gekennzeichnet und nachvollziehbar eingeordnet.
Bestätigt + News

Rund fünf Prozent weniger Schaden: Blizzard erklärt den Hybrid-Kompromiss

Hybride Schadensklassen sollen in WoW Forever ungefähr fünf Prozent unter reinen DPS liegen. Blizzard erklärt, warum Rollenflexibilität einen Preis besitzt.

Blizzard verabschiedet sich in WoW Forever von der alten, pauschalen Hybridstrafe – vollständig gleichziehen sollen flexible Klassen beim reinen Schaden trotzdem nicht. Als grobe Zielgröße nennt das Team rund fünf Prozent Abstand zu reinen Schadensklassen.

Der Grund ist nicht Lore, sondern Gruppenwert: Wer mit derselben Klasse bei Bedarf tanken oder heilen kann, bringt Flexibilität mit, die ein reiner Schadensausteiler nicht besitzt.

Was Blizzard tatsächlich bestätigt

  • Keine alte Hybridsteuer: Spezialisierungen sollen ihre gewählte Rolle ernsthaft erfüllen können.
  • Grobe Zielgröße: Hybride Schadensspezialisierungen dürfen ungefähr fünf Prozent unter reinen DPS liegen.
  • Reine DPS-Klassen: Jäger, Magier, Schurken und Hexenmeister.
  • Krieger zählen als Hybrid: Schild und Verteidigungshaltung erlauben spontane Rollenwechsel.
  • Sonderfälle bleiben: Eine Schattenpriesterin heilt etwa gleichzeitig über ihren verursachten Schaden und kann deshalb anders bewertet werden.

Warum fünf Prozent keine feste Tabelle sind

Die Zahl fällt im Podcast als ungefähre Designmarke. Sie ist weder ein Versprechen für jeden Boss noch ein garantierter Abstand zwischen allen Spezialisierungen. Bewegung, Ausrüstung, Gruppenzusammenstellung und die Stärken eines Kampfes können das Ergebnis verändern.

Blizzard erklärt damit vor allem die Richtung: Ein Feral-Druide oder Verstärkungsschamane soll nicht mehr deutlich zurückfallen, nur weil seine Klasse theoretisch auch heilen kann. Ein kleiner Preis für praktische Rollenflexibilität bleibt aber denkbar.

Auch der Krieger ist für Blizzard ein Hybrid

Die Einordnung des Kriegers ist besonders interessant. Obwohl die Klasse keine Heilzauber besitzt, kann sie ein Schild anlegen, in Verteidigungshaltung wechseln und kurzfristig Gegner binden. Diese Möglichkeit hat im Gruppenspiel einen Wert.

Das bedeutet nicht, dass jede Krieger-Spezialisierung absichtlich schwach gehalten wird. Blizzard betrachtet Balance jedoch nicht nur nach Talentbaum, sondern auch danach, welche Werkzeuge die gesamte Klasse mitbringt.

Kürzere Bosskämpfe verändern die Rechnung

Die Entwickler wollen die Kampfdauer klassischer Schlachtzüge ungefähr im Bereich der ursprünglichen Jahre 2004 und 2005 halten. Dadurch werden Mana, Abklingzeiten und Burstfenster anders bewertet als in langen modernen Begegnungen.

Ein kleiner theoretischer Abstand kann in einem kurzen Kampf verschwinden oder sich durch zusätzliche Gruppenhilfe auszahlen. Deshalb ist die spätere Messung in echten Raids wichtiger als ein isolierter Trainingspuppenwert.

Unser Fazit

Fünf Prozent sind deutlich näher an echter Konkurrenz als die historische Hybridsteuer. Gleichzeitig vermeidet Blizzard das Versprechen, jede Spezialisierung müsse in jeder Situation exakt gleich viel Schaden verursachen. Der Ansatz kann funktionieren, wenn Gruppenwert transparent bewertet wird und aus fünf Prozent nicht heimlich zehn oder zwanzig werden.

Die Frage an die Community

Ist ein Abstand von ungefähr fünf Prozent für flexible Klassen fair oder sollten alle Schadensspezialisierungen gleichziehen?

Quellen