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BlizzCon-Zeitplan: Zwei WoW-Panels und ein eigener Hardcore-Ausblick

Der offizielle BlizzCon-Zeitplan nennt zwei WoW-Zukunftspanels, einen Entwickler-Creator-Showcase und einen eigenen Hardcore-Ausblick. Wir prüfen, was das für Classic+ bedeutet.

Blizzard hat den offiziellen Zeitplan der BlizzCon 2026 veröffentlicht – und für World of Warcraft ist er ungewöhnlich dicht. Am ersten Messetag stehen gleich zwei getrennte „What’s Next“-Blöcke im Programm. Direkt danach folgt ein gemeinsamer Auftritt von Entwicklern und Creatorn. Am zweiten Tag erhält WoW Hardcore sogar ein eigenes Zukunftspanel. Das bestätigt Classic+ noch immer nicht. Es verändert aber, welche Erklärungen für die vergangenen Monate plausibel sind.

Die Einordnung in 30 Sekunden

  • Bestätigt: Blizzard plant zwei World-of-Warcraft-Blöcke namens „What’s Next“ und „What’s Next II“.
  • Bestätigt: Unmittelbar danach folgt ein „World of Warcraft Developers x Creators Showcase“ mit Gameplay und Gesprächen.
  • Bestätigt: Am Sonntag steht „World of Warcraft Hardcore: What’s Next“ als eigener Programmpunkt im Plan.
  • Noch offen: Blizzard nennt weder Classic+ noch Project Camelot und erklärt nicht, welche Themen die beiden Zukunftspanels trennen.
  • Unser Urteil: Der Zeitplan schafft auffällig viel Raum für Warcraft. Er ist ein starkes Signal für mehrere Ankündigungen – aber kein Beweis dafür, dass eine davon Classic+ ist.

Die wichtigsten WoW-Termine für Deutschland

Die BlizzCon findet am 12. und 13. September 2026 in Anaheim statt. Zwischen Kalifornien und Deutschland liegen während der Veranstaltung neun Stunden. Für deutsche Zuschauer beginnt das entscheidende Warcraft-Programm deshalb am Samstagabend und läuft teilweise bis nach Mitternacht.

Samstag, 12. September 2026

  • 19:30 Uhr: Opening Ceremony
  • 21:00 Uhr: World of Warcraft: What’s Next
  • 23:00 Uhr: Building Cutscenes in World of Warcraft
  • 23:45 Uhr: World of Warcraft: What’s Next II
  • 00:30 Uhr am Sonntag: World of Warcraft Developers x Creators Showcase

Sonntag, 13. September 2026

  • 19:00 Uhr: World of Warcraft: Deep Dive
  • 19:45 Uhr: World of Warcraft: Crafting Coziness and Creative Freedom
  • 20:45 Uhr: World Building in World of Warcraft
  • 22:15 Uhr: World of Warcraft: Art Design
  • 23:15 Uhr: World of Warcraft: Design Deep Dive
  • 01:15 Uhr am Montag: World of Warcraft Hardcore: What’s Next

Blizzard weist ausdrücklich darauf hin, dass Uhrzeiten und Programmpunkte noch geändert werden können. Die Opening Ceremony und wichtige Panels werden kostenlos übertragen. Welche Nebenbühnen vollständig im Stream zu sehen sind, sollte kurz vor der Veranstaltung noch einmal geprüft werden.

Warum zwei „What’s Next“-Panels auffallen

Ein „What’s Next“-Panel ist bei einer BlizzCon normal. Zwei getrennte Blöcke am selben Tag sind dagegen erklärungsbedürftig. Der erste beginnt um 21:00 Uhr deutscher Zeit, der zweite erst um 23:45 Uhr. Blizzard hätte beide Themen unter einer gemeinsamen Überschrift zusammenfassen können, entscheidet sich im vorläufigen Plan aber für „What’s Next“ und „What’s Next II“.

Dafür gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Die unspektakulärste: World of Warcraft ist inzwischen so groß, dass Retail, The Last Titan, laufende Systeme und weitere Produktlinien nicht sinnvoll in ein einzelnes Panel passen. Ebenso denkbar ist eine Trennung zwischen zwei zuvor in der Opening Ceremony vorgestellten Themen. Eine dritte Möglichkeit wäre, dass einer der Platzhalter nach der Eröffnung einen konkreten Produktnamen erhält.

Gerade der letzte Punkt sorgt in der Classic+ Community für Aufmerksamkeit. Blizzard fordert Besucher auf, den Zeitplan nach der Opening Ceremony erneut aufzurufen, weil dann die vollständige aktualisierte Fassung bereitstehen soll. Das spricht dafür, dass der aktuelle Plan bewusst nicht jeden Namen und jede Überraschung vorwegnimmt. Es sagt jedoch nicht, welcher Platzhalter geändert wird – oder ob überhaupt ein Classic-Projekt dahintersteckt.

Was wir daraus ableiten können

Plausibel: Blizzard hält mindestens einen Teil der konkreten Warcraft-Ankündigungen bis zur Opening Ceremony zurück.

Nicht belegt: „What’s Next II“ ist weder ein bestätigtes Panel für Classic+ noch ein bestätigter Platzhalter für Project Camelot.

Der Creator-Auftritt folgt direkt auf „What’s Next II“

Direkt im Anschluss an das zweite Zukunftspanel plant Blizzard den „World of Warcraft Developers x Creators Showcase“. Die offizielle Beschreibung kündigt Live-Gameplay, Gespräche zwischen Creatorn und Entwicklern sowie Community-Unterhaltung an.

Diese Reihenfolge ist interessant. Ein Showcase eignet sich grundsätzlich, um gerade angekündigte Inhalte unmittelbar vorzuführen oder mit bekannten Persönlichkeiten einzuordnen. Mehr verrät der Titel aber nicht. Weder die teilnehmenden Creator noch die gezeigte WoW-Version sind im veröffentlichten Programm genannt.

Im Mai besuchten Xaryu, Esfand, Guzu, Savix und sodapoppin Blizzard unter bislang nicht öffentlich erklärten Bedingungen. Weil diese Namen stark mit WoW Classic verbunden sind, wurde der Termin häufig als Indiz für Classic+ gelesen. Diese Deutung bleibt möglich. Der neue Zeitplan liefert nun jedoch mindestens zwei alternative Erklärungen.

  • Der Besuch könnte mit dem angekündigten Entwickler-Creator-Showcase und vorbereiteten Spielszenen zusammenhängen.
  • Er könnte ganz oder teilweise die Zukunft von WoW Hardcore betroffen haben, denn mehrere der eingeladenen Creator sind auch dort besonders sichtbar.

Es ist ebenso möglich, dass bei dem Termin mehrere WoW-Themen gezeigt oder besprochen wurden. Öffentlich bestätigt wurde bisher keine dieser Verbindungen. Der Creator-Besuch bleibt ein echtes Ereignis, aber als exklusiver Beleg für Classic+ ist er durch das eigene Hardcore-Panel schwächer geworden.

WoW Hardcore bekommt eine eigene Zukunft

Der eindeutigste neue Classic-Bezug im offiziellen Zeitplan ist nicht Camelot, sondern Hardcore. Blizzard nennt den Programmpunkt ausdrücklich „World of Warcraft Hardcore: What’s Next“. Damit behandelt das Unternehmen Hardcore nicht nur als bestehendes Regelwerk, sondern kündigt einen Ausblick auf seine Zukunft an.

Was darunter fällt, ist völlig offen. Neue Realms, Regeländerungen, zusätzliche Herausforderungen, technische Schutzmaßnahmen, saisonale Varianten oder eine Verbindung zu anderen Classic-Versionen sind denkbar – aber bislang reine Spekulation. Der Paneltitel bestätigt nur, dass Blizzard etwas zur weiteren Entwicklung von Hardcore sagen möchte.

Gesprächsstoff gäbe es genug: Im Juli stellte Blizzard ausnahmsweise Hardcore-Charaktere wieder her, die während eines DDoS-Angriffs gestorben waren. In den offiziellen Foren diskutieren Spieler außerdem über Layering, technische Todesursachen und mögliche Zusammenlegungen bestehender Realms. Das sind naheliegende Themen für eine Rückschau auf „hard-earned lessons“, aber keine bestätigte Panelagenda.

Für Classic+ ist das in zwei Richtungen relevant. Einerseits zeigt ein eigenes Zukunftspanel, dass Blizzard den ursprünglichen WoW-Spielraum weiter in mehrere Produkte und Zielgruppen aufteilt. Das macht ein weiteres eigenständiges Classic-Modell grundsätzlich weniger ungewöhnlich. Andererseits könnte Hardcore einen Teil jener Creator-Aktivitäten erklären, die bislang fast automatisch Camelot zugerechnet wurden.

„Archives“ oder „Design Deep Dive“? Zwei offizielle Darstellungen widersprechen sich

Eine weitere Auffälligkeit stammt nicht aus einem Leak, sondern aus Blizzards eigenen Veröffentlichungen. In der offiziellen Zeitplangrafik wird am Sonntag von 14:15 bis 15:00 Uhr Ortszeit ein Programmpunkt „World of Warcraft: Archives“ auf der Main Stage geführt. Der interaktive Zeitplan nennt am selben Platz und ab 14:15 Uhr dagegen „World of Warcraft: Design Deep Dive“. Blizzards separater WoW-Zuschauerguide führt den Design Deep Dive derzeit sogar erst um 14:45 Uhr auf. Damit weichen sowohl der Titel als auch eine der offiziell veröffentlichten Startzeiten voneinander ab.

Diese Abweichung sollte dokumentiert, aber nicht mit einer geheimen Enthüllung verwechselt werden. Möglich sind eine kurzfristige Umbenennung, ein älterer Stand der Grafik oder ein einfacher redaktioneller Fehler. Zusätzlich verwendet Blizzard „Archives“ auf der Veranstaltungsseite für einen Ausstellungsbereich im Inclusion Nexus, in dem Geschichte, Artefakte und Erinnerungen gezeigt werden. Der Begriff muss daher keinen neuen WoW-Produktnamen bezeichnen.

Bis Blizzard den Zeitplan nach der Opening Ceremony aktualisiert, behandeln wir „Design Deep Dive“ um 14:15 Uhr Ortszeit beziehungsweise 23:15 Uhr deutscher Sommerzeit als den aktuellen Stand des interaktiven Plans. Die abweichende Grafik und die spätere Zeit im WoW-Zuschauerguide bleiben offene Prüfpunkte.

Der angebliche „Warcraft Fables“-Plan ist als Zeitplan widerlegt

Der offizielle Ablauf erlaubt nun auch eine klare Bewertung des anonymen 4chan-Plans, über den wir zuvor berichtet haben. Dort wurden unter anderem „StarCraft Infantry“, „World of Warcraft: Exploring Northrend“, „Warcraft Fables“ und „Warcraft Chronicles“ mit konkreten Uhrzeiten aufgeführt.

Diese Liste stimmt nicht mit Blizzards veröffentlichtem Programm überein. Schon die Opening Ceremony beginnt offiziell um 10:30 Uhr Ortszeit und nicht um 11:00 Uhr. Auch die behauptete Abfolge, die Uhrzeiten und die angeblichen Paneltitel fehlen im offiziellen Plan. Stattdessen stehen dort zwei allgemeine WoW-Zukunftspanels, der Entwickler-Creator-Showcase und ein eigener Hardcore-Ausblick.

Damit ist der anonyme Beitrag als geleakter BlizzCon-Zeitplan widerlegt. Dass Blizzard nach der Opening Ceremony einzelne Platzhalter umbenennen will, rettet diese Quelle nicht: Sie hat eine vollständige zweitägige Abfolge mit konkreten Zeiten behauptet, und diese Abfolge ist falsch. Sollte einer der genannten Produktnamen später unabhängig davon auftauchen, würde das nicht nachträglich den gesamten 4chan-Plan bestätigen.

Unsere frühere Einordnung als unbestätigtes Gerücht mit sehr geringer Quellenstärke war deshalb richtig. Den ursprünglichen Quellencheck findet ihr in unserem Beitrag zum angeblichen Warcraft-Fables-Ablaufplan.

Drei realistische Erklärungen für „What’s Next II“

1. Ein zweiter Retail-Schwerpunkt

Blizzard könnte die Zukunft des aktuellen World of Warcraft auf zwei Präsentationen verteilen. The Last Titan, die weitere Midnight-Roadmap, Systeme und technische Entwicklungen liefern genug Stoff. Das ist die konservativste Erklärung und darf bei aller Hoffnung auf Classic+ nicht ausgeblendet werden.

2. Die Zukunft von WoW Classic

Blizzard hat offiziell erklärt, dass das Classic-Team mit der Arbeit an seinem nächsten großen Projekt im ursprünglichen WoW-Designraum beginnen könne. Gleichzeitig wird die unbekannte 1.60-Entwicklung fortgeführt und Dataminer meldeten Project Camelot. Ein eigener Block für die nächste Classic-Richtung wäre deshalb schlüssig. Im offiziellen Zeitplan fehlen aber die Begriffe Classic, Camelot und Classic+.

3. Ein noch verborgener Warcraft-Name

Weil Blizzard den vollständigen aktualisierten Zeitplan erst nach der Opening Ceremony zeigen will, könnte „What’s Next II“ nur eine neutrale Vorabbezeichnung sein. Das macht eine Umbenennung plausibel, sagt aber nichts über den späteren Namen aus. Weder „Fables“ noch „Camelot“ lassen sich daraus ableiten.

Was der Zeitplan für unsere Suche nach Classic+ verändert

Die stärkste neue Erkenntnis ist nicht, dass Classic+ bestätigt wäre. Es ist der Umfang des reservierten Warcraft-Programms. Zwei Zukunftspanels, ein unmittelbar anschließender Creator-Showcase, mehrere Deep Dives und ein eigenständiger Hardcore-Ausblick zeigen, dass Blizzard auf der BlizzCon mehr als eine gewöhnliche Retail-Roadmap erzählen will.

Für die Classic+ Timeline ist die Veröffentlichung deshalb ein neuer bestätigter Meilenstein. Im BlizzCon 2026 Tracker ersetzen die festen Zeiten den bisherigen offenen Programmstand. Unser Project-Camelot-Dossier berücksichtigt zugleich, dass der Creator-Gipfel nun auch eine plausible Hardcore-Erklärung besitzt.

Unser Fazit

Der offizielle BlizzCon-Zeitplan ist die bislang wichtigste Programminformation für Warcraft-Fans. Er widerlegt den angeblichen Fables-Ablaufplan, bestätigt eine eigenständige Zukunft für WoW Hardcore und reserviert auffällig viel Platz für noch nicht näher erklärte Warcraft-Themen.

Die zwei „What’s Next“-Blöcke machen eine größere Überraschung plausibel. Ob darin Project Camelot, ein anderes Classic-Projekt oder ausschließlich Retail steckt, bleibt offen. Die korrekte Einordnung lautet daher: stärkerer Programmrahmen, aber noch keine Bestätigung für Classic+.

Häufige Fragen zum BlizzCon-Zeitplan

Ist „What’s Next II“ das Panel für Classic+?

Das ist nicht bestätigt. Der Titel ist ein offizieller Platzhalter oder Programmpunkt, enthält aber keinen Hinweis auf Classic+, Project Camelot oder WoW Classic.

Was wurde für WoW Hardcore angekündigt?

Bestätigt ist ein eigenes Panel namens „World of Warcraft Hardcore: What’s Next“. Konkrete Inhalte nennt Blizzard noch nicht.

War der Warcraft-Fables-Zeitplan echt?

Nein. Die von einem anonymen 4chan-Nutzer behaupteten Paneltitel, Zeiten und Abläufe stimmen nicht mit dem offiziellen Zeitplan überein.

Wann beginnt die Opening Ceremony in Deutschland?

Nach dem aktuellen Plan beginnt die Opening Ceremony am Samstag, den 12. September 2026, um 19:30 Uhr deutscher Sommerzeit.

Quellen