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Datamining + Unbestätigt

Project Camelot: Was wir wirklich wissen

Project Camelot im Faktencheck: aktuelle 1.60-Builds, der kurze China-Auftritt auf wownev12 und was weiterhin unbestätigt bleibt.

Redaktionelles Update Aktuelle Builds 69704 und 69698 sowie die geänderte Produktkonfiguration eingeordnet; Zusammenfassung und FAQ abgeglichen.

Project Camelot könnte Classic+ sein, bestätigt ist es noch nicht

Kaum ein Begriff hat die Diskussion über die Zukunft von World of Warcraft Classic zuletzt so stark angeheizt wie Project Camelot.

Seit Juni 2026 taucht der Name regelmäßig gemeinsam mit Classic+ auf. In sozialen Netzwerken, Foren und Videos wird teilweise bereits darüber gesprochen, als hätte Blizzard das Projekt offiziell angekündigt.

Das ist bisher nicht der Fall.

Dataminer meldeten Einträge mit der Bezeichnung Project Camelot in Blizzards technischer Infrastruktur. Die öffentlich einsehbaren Manifeste enthalten diesen Namen und seine Zuordnung zur 1.60-Linie nicht. Dass es sich dabei tatsächlich um WoW Classic+ handelt, ist weiterhin eine Interpretation.

Eine inzwischen durchaus nachvollziehbare Interpretation, aber noch keine offizielle Bestätigung.

Wir trennen deshalb klar zwischen dem, was tatsächlich gefunden wurde, dem, was daraus geschlossen werden kann, und den Dingen, die bisher ausschließlich aus Gerüchten bestehen.

BlizzCon-Update

Der offizielle Zeitplan ist da: Blizzard plant zwei allgemeine WoW-Zukunftspanels, direkt danach einen Entwickler-Creator-Showcase und am zweiten Tag „World of Warcraft Hardcore: What’s Next“.

Kein Programmtitel nennt Camelot, Classic+ oder Version 1.60. Die offenen WoW-Titel schaffen Raum für eine Überraschung, sind aber kein neuer technischer Beleg für Project Camelot.

Was wurde zu Project Camelot gefunden?

Am 16. Juni 2026 berichtete Wowhead über Einträge für ein Produkt mit der Bezeichnung „World of Warcraft Camelot“.

Nach Angaben des Dataminers erschienen außerdem eine Heroic- und eine Epic-Variante. Er ordnete die Einträge einer internen WoW-Version zu, die bereits seit Oktober 2025 auf Blizzards Servern beobachtet wird. In den öffentlich sichtbaren Manifesten ist diese Verbindung nicht selbst ablesbar.

Quelle: Wowhead: Dataminers May Have Uncovered the Next Iteration of WoW Classic

Besonders interessant ist dabei die Versionsnummer 1.60.0.

Blizzard verwendet für seine verschiedenen Classic-Versionen eigene Versionslinien. WoW Classic startete technisch mit 1.13, Season of Mastery mit 1.14 und Season of Discovery mit 1.15.

Der Sprung auf 1.60 fällt deshalb deutlich aus dem bisherigen Muster.

Da die Versionsnummer weiterhin mit einer Eins beginnt, gehört sie technisch zur heutigen Classic-Era-Versionsfamilie. Einen bestimmten Vanilla-Unterbau oder konkrete Inhalte beweist die Nummer allein nicht.

Quelle: Wowhead: Mysterious New Vanilla Patch 1.60.0

Wichtig ist außerdem eine häufige Verwechslung:

Die interne Version 1.60.0 ist nicht mit dem historischen Vanilla-Patch 1.6.0 gleichzusetzen.

Es handelt sich nicht automatisch um einen alten Patchstand aus dem Jahr 2005. Die Schreibweise gehört zum heutigen Classic-Client und dessen interner Entwicklung.

Build 1.60.0.68878: Die interne Entwicklung geht weiter

Am 24. Juli 2026 um 01:06 Uhr MESZ registrierte BlizzTrack einen neuen Stand der internen Entwicklungsumgebung „World of Warcraft Classic Internal Alpha Vendor 2“. Die Versionsnummer lautet 1.60.0.68878. Der vorherige Build 1.60.0.68760 war am 18. Juli um 00:26 Uhr MESZ erfasst worden.

Die zugehörige Produktkonfiguration nennt den Client „World of Warcraft Classic Alpha“, führt ihn im Unterordner _classic_alpha_ und kennzeichnet ihn als Testprodukt. Das ist ein belastbares technisches Lebenszeichen: Blizzard aktualisiert die unbekannte 1.60-Entwicklung weiter.

Quelle: BlizzTrack: Build 1.60.0.68878 + Produktkonfiguration der Classic Alpha

Was Build 1.60.0.68878 verändert hat

Der Build belegte am 24. Juli, dass die 1.60-Linie aktiv weiterentwickelt wurde. Er verriet weiterhin nicht, ob sie Camelot heißt, welche Inhalte darin stecken oder wann daraus ein öffentliches Produkt wird.

Build 1.60.0.69014: erst Vendor 6, dann wowdev2

Am 30. Juli 2026 wurde ein neuer nummerierter Stand der unbekannten 1.60-Linie sichtbar. Build 1.60.0.69014 erschien um 19:23 Uhr MESZ zunächst auf wowv6, Blizzards verschlüsselter Vendor-Umgebung „Vendor 6“. Rund 34 Minuten später wurde diese Umgebung wieder auf Version 1.15.8 zurückgesetzt.

Um 23:55 Uhr MESZ registrierte BlizzTrack Build 1.60.0.69014 anschließend als neuen Stand auf wowdev2. Dort löste er Build 1.60.0.68878 ab. Die beiden Umgebungen führten dieselbe Versionsnummer und Build-ID, verwendeten dabei aber unterschiedliche Build- und CDN-Konfigurationen. Öffentlich sichtbar ist damit eine zeitliche Abfolge, nicht die technische oder organisatorische Bedeutung dahinter.

Quellen: BlizzTrack: Vendor 6 + BlizzTrack: wowdev2 + unsere Einordnung des zeitlichen Ablaufs

Was Build 1.60.0.69014 verändert

Wir wissen jetzt, dass die 1.60-Linie mit einem weiteren Build fortgeführt wird und dieselbe Versionsnummer und Build-ID kurz auf zwei getrennten Umgebungen sichtbar waren. Wir wissen weiterhin nicht, ob eine Beta vorbereitet wurde, wer Zugriff erhielt, welche Inhalte entwickelt werden oder ob die Linie tatsächlich Project Camelot beziehungsweise Classic+ gehört.

Build 1.60.0.69075: jetzt auch auf wowdev5

Am 1. August 2026 um 01:26 Uhr MESZ indexierte BlizzTrack auf wowdev2 den nächsten Build der unbekannten Versionslinie. Build 1.60.0.69075 löste dort den erst wenige Stunden zuvor registrierten Stand 1.60.0.69014 ab.

wowdev5 selbst ist kein neu angelegter Produktcode. CDN-Manifeste dieser internen Entwicklungsumgebung werden bereits seit 2024 archiviert. Neu ist ihr Versionsverlauf: Um 00:46 Uhr MESZ wurde erstmals ein Versionsmanifest mit dem Stand 1.15.9.68940 erfasst. Rund 40 Minuten später stand die Umgebung weiterhin auf dieser Version. Um 02:29 Uhr MESZ wechselte anschließend auch wowdev5 auf Build 1.60.0.69075.

Beide Umgebungen verwenden danach dieselbe Build-ID und dieselbe CDN-Konfiguration. Die Build- und Produktkonfigurationen bleiben jedoch getrennt. wowdev2 trägt weiterhin die bekannte Classic-Alpha-Konfiguration. wowdev5 nutzt eine allgemeine interne Dev-5-Konfiguration. Der darin gesetzte PTR-Schalter ist kein öffentlich geöffneter PTR und die Konfiguration ist ausdrücklich nicht als Beta markiert.

Separat dazu wurde am 29. Juli um 22:59 Uhr MESZ im Battle.net-Katalog ein neues Fragment für den Produkttyp wow_dev_5 registriert. Sein interner Name enthält die Formulierung world_of_warcraft_dev5notdeprecatedwithnewlicense. Der lesbare Inhalt zeigt jedoch keine Lizenz-ID, SKU, Edition, Preisangabe oder Camelot-Bezeichnung. Welche Lizenz gemeint ist und ob sie jemals an externe Tester vergeben wird, bleibt offen.

Die verschlüsselte Vendor-Umgebung wowv6 steht auch bei unserer erneuten Prüfung am 27. August auf Build 1.15.8.64858. Eine Änderung ihrer CDN-Konfiguration am 26. August war kein neuer 1.60-Build. Eine öffentliche Alpha, Beta, Demo oder ein neuer PTR für die 1.60-Linie wurde nicht sichtbar.

Quellen: Blizzard-Manifest: wowdev2 + Blizzard-Manifest: wowdev5 + BlizzTrack-Verlauf: wowdev2 + BlizzTrack-Verlauf: wowdev5 + älterer CDN-Verlauf von wowdev5 + Produktkonfiguration von wowdev5 + Battle.net-Katalogfragment + BlizzTrack: Vendor 6

In sozialen Netzwerken wird dieser Stand bereits als „Camelot-Patch auf dem CDN“ und als Vorbereitung einer Beta beschrieben. Die Rohdaten tragen den Namen Camelot jedoch nicht. Sie zeigen eine interne Entwicklungsumgebung, eine geteilte CDN-Konfiguration und ein neues Katalogfragment. Eine Downloadfreigabe, externe Testberechtigung oder öffentliche Beta geht daraus nicht hervor.

Ausgangsthese: Stiven_SRB auf X

Was Build 1.60.0.69075 verändert

Der neue Stand belegt nicht nur eine weitere Aktualisierung auf wowdev2. Versionsnummer und Build-ID 1.60.0.69075 erscheinen erstmals zusätzlich auf einer zweiten internen Entwicklungsumgebung. Weil die Build- und Produktkonfigurationen getrennt bleiben, lässt sich daraus nicht ableiten, dass beide Umgebungen identische Client-Pakete enthalten. Der Fund verrät auch nicht, welche Inhalte entwickelt werden, wer Zugriff hat, warum Build 1.60.0.69014 zuvor kurz auf Vendor 6 erschien oder ob die Linie zu Project Camelot beziehungsweise WoW Classic+ gehört.

Build 1.60.1.69141: wowdev2 wechselt auf 1.60.1

Am 7. August 2026 um 00:40 Uhr MESZ wurde auf wowdev2 Build 1.60.1.69141 registriert. Er löste dort Build 1.60.0.69075 ab und führte die unbekannte Entwicklung erstmals von Version 1.60.0 auf 1.60.1 weiter.

wowdev5 blieb bei unserer Prüfung am 13. August auf Build 1.60.0.69075. Beide Entwicklungsumgebungen teilen weiterhin eine CDN-Konfiguration, unterscheiden sich nun aber bei Versionsnummer, Build-ID und Build-Konfiguration. Das zeigt getrennte technische Stände. Welche Aufgaben die Umgebungen erfüllen, lässt sich daraus nicht ablesen.

Quellen: Blizzard-Manifest: wowdev2 + Blizzard-Manifest: wowdev5 + unsere Einordnung zu Build 1.60.1.69141

Was Build 1.60.1.69141 wirklich zeigt

Die unbekannte 1.60-Linie wird weitergeführt und wowdev2 führte zu diesem Zeitpunkt die höhere Versionsstufe 1.60.1. Der Versionssprung verrät weder Inhalte noch Testphase, Reifegrad, Veröffentlichungstermin oder eine technische Verbindung zu Camelot beziehungsweise Classic+.

14. bis 21. August 2026: Beide Entwicklungsstände der 1.60-Linie bleiben aktiv

Innerhalb einer Woche erhalten sowohl wowdev2 als auch wowdev5 mehrere neue Builds. Am 14. August wechselt wowdev5 von 1.60.0.69075 auf 1.60.0.69322. Am 15. August folgt wowdev2 mit dem Sprung von 1.60.1.69141 auf 1.60.1.69328.

In der Nacht zum 21. August erreicht wowdev2 Version 1.60.1.69407. Später am 21. August wird wowdev5 erneut aktualisiert und steht anschließend auf 1.60.0.69439. Beide Umgebungen nutzen danach wieder dieselbe CDN-Konfiguration, besitzen aber weiterhin unterschiedliche Versionen, Build-Konfigurationen und Produktkonfigurationen.

Die parallele Pflege bestätigt zwei fortgeführte technische Entwicklungsstände. Welche Aufgaben sie besitzen, ob ihre Inhalte zusammengehören und wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist, bleibt öffentlich unbekannt. Die numerisch höhere Build-ID 69439 macht die getrennte 1.60.0-Linie nicht automatisch inhaltlich neuer als 1.60.1.69407.

Quellen: BlizzTrack: wowdev2 + BlizzTrack: wowdev5

Was die aktuellen Builds wirklich zeigen

Blizzard führt die unbekannte 1.60-Linie auf zwei internen Entwicklungsumgebungen weiter. Die Daten verraten weder Inhalte noch Testphase, Reifegrad, Veröffentlichungstermin oder eine technisch bestätigte Verbindung zu Project Camelot beziehungsweise Classic+.

21. August 2026: Build 69407 erscheint kurz auf dem China-Produkt wownev12

Am 21. August um 02:10 Uhr UTC, in Deutschland um 04:10 Uhr MESZ, wird Version 1.60.1.69407 kurz auf dem China-Produktcode wownev12 sichtbar. Versionsnummer und Build-ID entsprechen dem Stand auf wowdev2. Build-, CDN- und Produktkonfiguration unterscheiden sich jedoch.

Die Konfiguration verweist auf die Region China, die Sprachen enUS und zhCN, den Schlüssel wow_vendor_cn_01, die Datei WoWGMChina.exe und einen von NetEase betriebenen CDN-Host. Rund 15 Stunden später wird die Versionszuordnung wieder entfernt. Das TACT-Produkt und seine China-CDN-Routen bleiben bestehen.

wownev12 war bereits seit April 2026 sichtbar und wurde nicht eigens für Camelot angelegt. Neu ist die zeitweilige Zuordnung von Build 1.60.1.69407.

Quellen: Stiven_SRB: ursprüngliche Meldung + Quissy: technische Zusammenfassung + Icy Veins: Metadaten und spätere Rücknahme

Was der China-Auftritt wirklich zeigt

Der Build wurde vorübergehend einer China-spezifischen Produkt- und CDN-Konfiguration mit NetEase-Host zugeordnet. Das bestätigt weder eine tatsächliche Verteilung an Partner oder Tester noch Lokalisierungsarbeiten, regulatorische Freigabe, Teststart, BlizzCon-Demo oder Veröffentlichungstermin.

Stand 5. September: Neue Builds und eine geänderte Produktkonfiguration

Die Versionsmanifeste führen jetzt 1.60.1.69704 auf wowdev2 und 1.60.0.69698 auf wowdev5. Auf wowdev2 ist 69704 der Nachfolger von 69638. Auf wowdev5 bleibt die Buildnummer beim jüngsten Abgleich unverändert; aktualisiert wurde dort die CDN-Konfiguration.

BlizzTrack beobachtet die Manifeständerungen am 5. September um 02:37 Uhr MESZ. Beide Entwicklungsumgebungen teilen sich dieselbe CDN-Konfiguration, behalten aber unterschiedliche Versionen sowie Build- und Produktkonfigurationen. Eine gemeinsame CDN-Konfiguration beweist keine identischen Spielinhalte.

Quellen: Blizzard: Versionsmanifest wowdev2 + Versionsmanifest wowdev5. Zeitlicher Verlauf: BlizzTrack: wowdev2 + wowdev5. Geprüft am 5. September 2026.

Was sich an der Produktkonfiguration ändert

Bereits am 3. September änderten sich bei wowdev2 zwei Bezeichnungen: decryption_key_name wechselte von wowdevalpha zu wow_live_dev_01; die Mac-Anwendung heißt nun World of Warcraft Test.app statt World of Warcraft Classic Test.app. Andere Einstellungen bleiben bestehen, darunter _classic_alpha_, beta: false und ptr: true.

Quellen: Blizzards öffentlich abrufbare Produktkonfiguration für wowdev2 vorher + nachher.

Was diese Änderungen tatsächlich zeigen

Die 1.60-Linie wird weiter aktualisiert. Geänderte Test-Bezeichnungen sind jedoch keine Ankündigung: Sie bestätigen weder eine öffentliche Beta noch eine spielbare BlizzCon-Demo, bestimmte Inhalte oder eine Produktidentität mit Classic+.

Mögliche Lordaeron-Wappenröcke: ein erster Inhaltshinweis?

Am 29. Juli 2026 veröffentlichte der Wowhead-Dataminer Stiven Renderbilder von zwei Texturen, die er als mögliche Lordaeron-Wappenröcke für Horde und Allianz einordnete. Er bezeichnete den Fund als weiteren Camelot-Leak.

Das ist bemerkenswert, weil damit erstmals ein möglicher visueller Inhalt im Umfeld des Projektnamens auftaucht. Der öffentlich sichtbare Beitrag enthält jedoch keine Datei-IDs, Dateipfade oder überprüfbare Zuordnung zu einem bestimmten Build. Auch die Blizzard-Manifeste stellen keine Verbindung zwischen diesen Texturen, Project Camelot und der 1.60-Linie her.

Der Fund könnte auf Inhalte, kosmetische Gegenstände oder mögliche Editionsboni hindeuten. Ebenso ist weiterhin möglich, dass die Texturen zu einer anderen WoW-Versionslinie gehören. Ein wiederaufgebautes Lordaeron, ein alternatives Azeroth oder eine bestimmte Handlung lassen sich daraus nicht ableiten.

Quelle: Stiven_SRB auf X: mögliche Lordaeron-Wappenröcke

Was der Texturfund wirklich zeigt

Ein erfahrener Dataminer ordnet zwei gezeigte Texturen Project Camelot zu. Ohne öffentlich nachvollziehbare Build- und Dateidaten bleibt diese Verbindung unbestätigt. Der Fund ist ein möglicher Inhaltshinweis, aber kein Beleg für Schauplatz, Geschichte, Spielsysteme oder eine Verbindung zu Classic+.

Was bedeuten Heroic und Epic?

Die gefundenen Bezeichnungen Heroic und Epic klingen zunächst nach unterschiedlichen Verkaufsversionen.

Vergleichbare Namen verwendet Blizzard unter anderem für Erweiterungspakete, digitale Extras und Sammlerangebote.

Mehr lässt sich daraus bisher nicht sicher ableiten.

Es ist nicht bestätigt, dass Classic+ separat gekauft werden muss. Ebenso wenig ist bekannt, ob die Einträge für kosmetische Gegenstände, Spielzeit, Charakteraufwertungen, einen möglichen Frühzugang oder lediglich interne Testlizenzen stehen.

Die Daten zeigen, dass Blizzard unterschiedliche Produktberechtigungen für Camelot vorbereitet oder zumindest technisch angelegt hat.

Sie verraten nicht, welche Leistungen später damit verbunden sein könnten.

Gerade an diesem Punkt sollten wir vorsichtig bleiben. Aus zwei Lizenznamen direkt einen kostenpflichtigen Early Access oder mehrere Verkaufseditionen abzuleiten, wäre aktuell reine Spekulation.

Warum wird Camelot mit Classic+ verbunden?

Project Camelot wäre für sich allein bereits auffällig.

Seine eigentliche Bedeutung entsteht jedoch vor allem durch den zeitlichen Zusammenhang mit mehreren anderen Entwicklungen.

Im Mai 2025 erklärte das WoW-Classic-Team, dass Season of Discovery den großen Bedarf an neuen Erlebnissen in der ursprünglichen Welt von Azeroth bewiesen habe.

Gleichzeitig wurde angekündigt, die aktive Entwicklung von Season of Discovery zu verlangsamen und an einem neuen großen Projekt im Designraum des ursprünglichen World of Warcraft zu arbeiten.

Blizzard sprach dabei von großen Plänen, großen Ambitionen und von Erkenntnissen aus Season of Discovery, die in die langfristige Zukunft von WoW Classic einfließen sollen.

Quelle: Blizzard-Forum: Update from the WoW Classic Team

Im Oktober 2025 wurde dann erstmals die ungewöhnliche Version 1.60.0 entdeckt.

Im Januar 2026 versprach Blizzard beim State of Azeroth, dass die bisher angekündigten Classic-Inhalte noch nicht alles seien.

Classic-Spieler auf der ganzen Welt hätten viel, worauf sie sich freuen könnten. Weitere Informationen sollten zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Quelle: Blizzard: State of Azeroth Recap

Im Mai 2026 reisten außerdem mehrere bekannte WoW-Classic-Content-Creator zu einem nicht öffentlich erklärten Termin auf den Blizzard-Campus.

Berichten zufolge standen die Teilnehmer unter einer Vertraulichkeitsvereinbarung. Genannt wurden unter anderem Xaryu, Esfand, Guzu, Savix und Sodapoppin.

Was ihnen gezeigt wurde, ist nicht bekannt.

Der offizielle BlizzCon-Zeitplan liefert inzwischen zwei plausible Anschlussmöglichkeiten: den direkt auf „What’s Next II“ folgenden Entwickler-Creator-Showcase und das eigene Hardcore-Zukunftspanel. Weil mehrere Teilnehmer sowohl für Classic als auch Hardcore stehen, ist der Besuch damit weniger eindeutig als exklusives Camelot-Indiz.

Quelle: GamesRadar: WoW Streamers Attend Secret Blizzard Event

Einen Monat später wurde der Name World of Warcraft Camelot entdeckt.

Jeder dieser Punkte lässt sich einzeln auch anders erklären. Öffentlich belegt ist zudem keine technische Verbindung zwischen allen Spuren.

Blizzard hat ein nächstes großes Projekt im ursprünglichen WoW-Designraum angekündigt. Separat dazu beobachten Dataminer die 1.60-Linie und meldeten Camelot-Berechtigungen. Die zeitliche Nähe ist auffällig, beweist aber nicht, dass alle drei Spuren dasselbe Produkt betreffen.

Gleichzeitig hält das Unternehmen Details bewusst zurück, während die BlizzCon 2026 näher rückt.

Ist Project Camelot definitiv WoW Classic+?

Nein.

Project Camelot könnte theoretisch auch eine neue Season, ein stark verändertes Classic-Experiment oder eine andere Form von Classic-Projekt sein.

Selbst eine komplett neue Interpretation von WoW Classic kann momentan nicht ausgeschlossen werden.

Die Verbindung zu Classic+ ist dennoch wesentlich stärker als bei früheren Gerüchten.

Dafür sprechen vor allem drei Punkte.

Die technische Classic-Linie

Der Dataminer verbindet Camelot mit einer 1.x-Linie aus der heutigen Classic-Era-Versionsfamilie. Das ist ein technischer Hinweis, aber in den öffentlichen Manifesten keine selbst sichtbare Camelot-Zuordnung.

Blizzards eigenes Versprechen

Das Classic-Team arbeitet nach eigener Aussage an einem neuen großen Projekt im ursprünglichen WoW-Designraum.

Das ist keine Formulierung aus einem Leak, sondern eine offizielle Aussage.

Der Zeitpunkt

Die Funde erscheinen wenige Monate vor der ersten BlizzCon seit 2023. Die Veranstaltung findet am 12. und 13. September 2026 in Anaheim statt.

Der offizielle Plan enthält zwei neutrale World-of-Warcraft-Zukunftspanels und unmittelbar danach einen Entwickler-Creator-Showcase. Eine große Classic-Präsentation wäre in diesem Rahmen möglich. Keiner der veröffentlichten Programmtitel nennt jedoch Camelot, Classic+ oder die Versionslinie 1.60.

Das eigenständige Panel „World of Warcraft Hardcore: What’s Next“ liefert zudem eine alternative Erklärung für den bislang ungeklärten Creator-Termin im Mai. Der Zeitplan erhöht den möglichen Präsentationsraum, nicht die technische Beweiskraft der Camelot-Funde.

Quelle: BlizzCon: offizieller Zeitplan

Was wissen wir noch nicht?

Über die eigentlichen Spielinhalte ist bislang nichts bestätigt. Der gemeldete Wappenrock-Fund ist der erste mögliche visuelle Hinweis, lässt sich öffentlich aber weder einem Build noch einem Spielsystem zuordnen.

Es gibt keine bestätigten Informationen über:

  • neue Gebiete
  • neue Dungeons oder Schlachtzüge
  • ein mögliches alternatives Azeroth
  • Klassenänderungen
  • neue Völker oder Klassen
  • eine Erhöhung der maximalen Stufe
  • Charaktertransfers
  • einen Betatest
  • einen Veröffentlichungstermin
  • zusätzliche Kosten
  • einen möglichen Frühzugang
  • die langfristige Serverstruktur
  • eine direkte spielerische Fortsetzung von Season of Discovery oder die Übernahme bestehender Charaktere
  • eine Veröffentlichung auf Konsolen oder im Game Pass

Im Internet kursieren bereits angebliche Inhaltslisten mit Todesrittern, Karazhan, den Todesminen, neuen Fraktionskombinationen und veränderten Klassen.

Für diese Behauptungen gibt es bisher keine belastbare Bestätigung.

Sie sollten nicht als Teil des bekannten Camelot-Projekts dargestellt werden.

Weitere anonyme Forumsbehauptungen ohne überprüfbare Daten ändern daran nichts. Solange belastbare Quellen und unabhängige Belege fehlen, führen wir sie nicht als neue Camelot-Spur und blähen sie nicht zu einem zweiten Faktenstand auf.

Wie glaubwürdig ist die angebliche Blizzard-Roadmap?

Nach dem Camelot-Fund tauchte erneut ein Bild auf, das angeblich eine interne Warcraft-Planung bis zum Jahr 2030 zeigt.

Das Dokument war nachweisbar bereits im August 2025 im Umlauf und nannte schon damals ein Classic-Projekt mit dem Namen Camelot.

Das ist ungewöhnlich, weil der Name erst viele Monate später durch Datamining größere Bekanntheit erlangte.

Genau dieser zeitliche Vorsprung macht das Dokument interessanter als einen gewöhnlichen, nachträglich erstellten Leak.

Quelle: Icy Veins: Leaked Blizzard Timeline and Camelot

Trotzdem bleibt die Roadmap unbestätigt.

Selbst ein echtes internes Planungsdokument würde keine Garantie dafür liefern, dass alle darin genannten Projekte, Namen und Termine unverändert geblieben sind.

Entwicklungspläne können verschoben, umbenannt oder vollständig verworfen werden.

Die dort genannte Veröffentlichung von Camelot im dritten Quartal 2026 sollte deshalb nicht als bestätigter Release-Termin übernommen werden.

Unsere aktuelle Einschätzung

Project Camelot ist kein frei erfundener Community-Name. Dataminer meldeten die Bezeichnung in Verbindung mit Blizzards Systemen.

Sie ordneten den Namen außerdem der ungewöhnlichen 1.60-Linie zu. Die öffentlich sichtbaren Manifest- und Katalogdaten stellen diese Verbindung jedoch nicht selbst her.

Was wir daraus noch nicht machen dürfen, ist eine offizielle Classic+ Ankündigung.

Unsere Einschätzung lautet:

Blizzard arbeitet nachweislich an einem größeren Projekt im Umfeld des ursprünglichen World of Warcraft.

Separat dazu zeigt die 1.60-Linie zwei fortgeführte technische Stände: wowdev2 führt am 5. September Version 1.60.1.69704, wowdev5 parallel Version 1.60.0.69698. Das bestätigt fortgesetzte technische Arbeit, offenbart aber weder Inhalte noch den Namen des Projekts und stellt keine technische Bestätigung einer Verbindung zu Camelot oder Classic+ dar.

Build 1.60.1.69407 war außerdem rund 15 Stunden einer China-spezifischen Produktumgebung zugeordnet. Das erweitert die technische Spur um eine zeitweilige regionale Produktzuordnung, bestätigt aber weder Lokalisierung, Zulassung, Testphase noch Veröffentlichung.

Die zeitliche Nähe dieser Spuren macht ein neues Classic-Projekt plausibel. Welches Spielkonzept daraus entsteht und ob es dauerhaft neue Inhalte erhält, ist nicht belegt.

Die möglichen Lordaeron-Wappenröcke eröffnen erstmals einen vorsichtigen Blick auf denkbare Inhalte. Da ihre Zuordnung öffentlich nicht überprüfbar ist, verändern sie den offiziellen Status des Projekts nicht.

Bestätigt ist Classic+ trotzdem erst dann, wenn Blizzard selbst den Namen, das Spielkonzept und die geplanten Inhalte vorstellt.

Bis dahin bleibt Camelot einer der stärksten Hinweise, aber nicht die endgültige Antwort.

Häufige Fragen zu Project Camelot

Hat Blizzard Project Camelot offiziell angekündigt?

Nein. Blizzard hat weder Project Camelot noch WoW Classic+ offiziell als Produkt vorgestellt.

Ist Project Camelot ein Codename?

Das ist wahrscheinlich, aber nicht bestätigt. Der Name könnte intern genutzt werden und sich bis zur Veröffentlichung noch ändern.

Was beweisen die Builds der Versionslinie 1.60?

Die fortlaufenden Builds zeigen, dass die unbekannte interne 1.60-Linie weiter aktualisiert wird. Am 5. September führt wowdev2 Version 1.60.1.69704, während wowdev5 parallel 1.60.0.69698 führt. Keiner dieser Builds beweist, dass die Linie Project Camelot ist, eine öffentliche Beta begonnen hat oder bestimmte Inhalte entwickelt werden.

Beweist wownev12 einen Start in China?

Nein. Build 1.60.1.69407 war kurz einer China-spezifischen Produktumgebung zugeordnet und wurde danach wieder entfernt. Der Vorgang belegt weder eine behördliche Zulassung noch Lokalisierung, externe Tests oder einen Veröffentlichungstermin.

Gibt es bereits Hinweise auf Camelot-Inhalte?

Stiven meldete zwei mögliche Lordaeron-Wappenrock-Texturen und ordnete sie Project Camelot zu. Ohne öffentlich nachvollziehbare Datei-IDs und Build-Zuordnung bleibt der Fund unbestätigt. Er beweist weder einen bestimmten Schauplatz noch die Handlung oder das Spielkonzept.

Kommt Project Camelot zur BlizzCon 2026?

Eine Vorstellung auf der BlizzCon 2026 bleibt im Rahmen der zwei allgemeinen WoW-Zukunftspanels möglich.

Blizzard hat jedoch weder Camelot noch Classic+ in einem Programmtitel angekündigt. Das bestätigte Hardcore-Zukunftspanel und der Entwickler-Creator-Showcase zeigen außerdem, dass auffällige Creator-Aktivitäten nicht ausschließlich auf Camelot deuten müssen.

Erscheint Classic+ noch 2026?

Dafür gibt es keine bestätigte Angabe.

Eine angebliche Roadmap nennt das dritte Quartal 2026, ihre Echtheit und Aktualität sind jedoch ungeklärt.

Wird Classic+ separat verkauft?

Die gefundenen Heroic- und Epic-Einträge könnten auf Produktpakete hindeuten.

Ob ein Kauf notwendig wird oder ob Classic+ Teil des normalen WoW-Abonnements bleibt, ist unbekannt.


Als Nächstes: Alle Hinweise auf Classic+ in zeitlicher Reihenfolge